Was ist SWIFT und wie funktioniert es?




SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) ist ein Nachrichtensystem, das über ein Netz von Finanzinstituten läuft. Es wird von Tausenden von Banken weltweit genutzt, um Informationen über Finanztransaktionen auf sichere und standardisierte Weise zu übermitteln.

 

Wenn Sie jemals einen internationalen Geldtransfer benötigt haben, haben Sie wahrscheinlich schon vom SWIFT-Netzwerk gehört. Die meisten großen Banken nutzen SWIFT, und wir haben beschlossen, das System im Detail zu erklären, damit Sie wissen, was Sie bei Ihrer nächsten internationalen Transaktion zu erwarten haben.

 

Wie SWIFT funktioniert – eine kurze Zusammenfassung

SWIFT wird für die Kommunikation von Geldüberweisungen zwischen zwei Banken verwendet. Wenn zwei Banken eine Geschäftsbeziehung haben (Geschäftskonten miteinander), wird die Überweisung ausgeführt, sobald die SWIFT-Nachricht eingegangen ist. Das Geld von einem persönlichen Konto wird über die Geschäftskonten der Banken auf das Konto der anderen Person überwiesen. Die Banken nehmen dafür eine Gebühr.

 

Wenn zwischen den beiden Banken keine Geschäftsbeziehung besteht, wird der Vorgang von einer zwischengeschalteten Bank abgewickelt. Dafür wird Ihnen eine zusätzliche Gebühr in Rechnung gestellt.

 

Wenn zwei Währungen an der Überweisung beteiligt sind, wird eine der Banken den Währungsumtausch vornehmen.

 

Was ist SWIFT?

SWIFT (The Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) ist ein globales Nachrichtensystem, das über ein Netzwerk von Finanzinstituten läuft. Es handelt sich um eine Genossenschaft im Besitz der Mitglieder, die von Tausenden von Banken weltweit genutzt wird, um Informationen über Finanztransaktionen auf sichere und standardisierte Weise zu übermitteln.

 

Vor der Einführung von SWIFT nutzten die Banken TELEX für internationale Transaktionen. TELEX war ein langsames System für Zahlungsaufträge, bei dem jede Transaktion mit Sätzen statt mit Codes beschrieben werden musste, was sowohl für die Banken als auch für die Benutzer ein Alptraum war.

 

1973 wurde SWIFT gegründet und entwickelte ein System von Codes, mit dem Finanznachrichten effizienter als mit TELEX übertragen werden können. Der Hauptsitz von SWIFT befindet sich in Brüssel, Belgien, da sich die Organisation nicht zwischen London und New York als den wichtigsten Finanzstädten entscheiden wollte.

 

Im Jahr 2018 wurde die Hälfte aller grenzüberschreitenden Großbetragszahlungen über SWIFT abgewickelt, das 212 verschiedene Länder abdeckt.

 

Wie funktioniert das SWIFT-System?

Das SWIFT-Netzwerk überträgt das Geld nicht wirklich, sondern kommuniziert Transaktionsaufträge zwischen Institutionen unter Verwendung von SWIFT-Codes. Dank SWIFT verfügen wir über standardisierte IBAN– (International Bank Account Number) und BIC-Formate (Bank Identifier Code), die für den eigentlichen Geldtransfer verwendet werden.

 

SWIFT weist jeder Finanzorganisation einen eindeutigen Code zu, der aus 8 oder 11 Zeichen besteht. Dieser Code wird SWIFT-Code, ISO-9362 oder BIC-Code genannt. Er umfasst den Institutscode, den Ländercode, den Standortcode (oder Stadtcode) und einen optionalen Zweigstellencode zur Identifizierung einzelner Zweigstellen.

 

Der IBAN-Code und der SWIFT-Code sind nicht dasselbe – während der SWIFT-Code nur eine Bank identifiziert, identifiziert der IBAN-Code sowohl die Bank als auch ein bestimmtes Konto bei der Bank. Die Vereinigten Staaten nehmen nicht an der IBAN teil und verwenden stattdessen die ABA-Leitungsnummern für Inlandszahlungen und SWIFT-Codes für internationale Zahlungen.

 

Da mit SWIFT kein Geld verschickt wird, sind verschiedene Eingriffe erforderlich, was den gesamten Prozess verlangsamt. Außerdem entstehen dadurch zusätzliche Kosten für die Überweisungen.

 

Wer kontrolliert SWIFT?

SWIFT ist eine Genossenschaft, d. h. es wird nicht von einem einzelnen Land kontrolliert. Es wird von einem 25-köpfigen Vorstand geleitet und von den Zentralbanken der G-10-Länder (Bank of Canada, Deutsche Bundesbank, Europäische Zentralbank, Banque de France, Banca d’Italia, Bank of Japan, De Nederlandsche Bank, Sveriges Riksbank, Schweizerische Nationalbank, Bank of England, Federal Reserve System der USA), der Europäischen Zentralbank und der Belgischen Nationalbank beaufsichtigt.

 

SWIFT agiert als neutrale Einrichtung, trifft also keine Entscheidungen über Sanktionen. Da SWIFT jedoch nach belgischem Recht arbeitet, muss es alle EU-Vorschriften, einschließlich Sanktionen, einhalten. Dies war zuletzt im Jahr 2012 der Fall, als die EU-Verordnung 267/2012 Beschränkungen gegen den Iran verhängte.

 

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